Bogenschießen...
...wurde bereits im 8. Jhdt.in der Nara-Zeit bei zeremoniellen Angelegenheiten vorgeführt. Der Aufstieg der Kriegerkaste  in  den  darauffolgenden Jahrhunderten und ihre maßgebende regierende Schicht machten Kyudo zu einer der wichtigsten Disziplinen der von den  Samurai praktizierten   Kriegskünste.

Nachdem im 16.Jhdt. Feuerwaffen in Japan eingeführt wurden und der Bogen als Waffe keine  Bedeutung mehr hatte, traten die geistigen Aspekte des Kyudo in den Vordergrund und wurden von der Klasse  der  Samurai  eifrig  gepflegt und in verschiedenen Schulen bis heute erhalten.

Es ist als eine Seltenheit anzusehen, dass eine Sportart mit über tausendjähriger Geschichte  noch wie einst in  seiner traditionellen Form ausgeübt wird und trotzdem in der Allgemeinheit ein hohes Interesse findet. Es gibt heute in Japan etwa 600.000 praktizierende Bogenschützen.

Die spezielle Bauweise des Yumi erfordert eine ganz spezielle Schießtechnik. Nicht durch Manipulation am Bogen, sondern durch eine besondere Technik und Kraftführung der Bogenhand im Abschuss erfährt der Bogen eine Torsion um seine Längsachse, die dem Pfeil eine  wesentlich stärkere Beschleunigung und  Durchschlagskraft  verleiht  als dies durch die bloße Spannung  des Bogens  möglich wäre.